Edelweiss Cup 2026 – Ein Turnier, das erwachsen geworden ist
Es gibt Turniere, bei denen erinnert man sich an den Sieger. Und es gibt Turniere, bei denen man sich Jahre später noch an einzelne Schläge erinnert. Der Edelweiss Cup 2026 gehörte zur zweiten Kategorie.
Mit 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, zwei anspruchsvollen Golfplätzen und erstmals 36 Löchern entwickelte sich die zweite Austragung zu einem Wochenende, das sportlich wie organisatorisch einen grossen Schritt nach vorne machte.
Ein Zweikampf an der Spitze
Nach der ersten Runde im Golfclub Schloss Langenstein setzte sich überraschend Lucas Gericke mit einer starken -5 Netto-Runde an die Spitze. Direkt dahinter lauerte Michelle Beeler, die sich mit einer konstanten Leistung auf Rang zwei etablierte. Einer, der ebenfalls im Titelrennen blieb, war Andrin Niederberger. Mit -1 hielt er sich bewusst in Schlagdistanz.
Die Entscheidung fiel am Sonntag im Golfclub Breitenloo.
Andrin Niederberger dreht auf
Was folgte, war eine Finalrunde, wie man sie sich als Turnierleiter wünscht.
Bereits auf Loch 6 chipte Andrin Niederberger spektakulär zum Birdie ein. Dieser Schlag gab den Takt für den restlichen Tag vor. Danach spielte er nahezu fehlerfreies Golf: nur ein Bogey, zahlreiche sichere Pars und drei weitere Birdies.
Das Resultat war beeindruckend: -5 Netto am Finaltag sowie eine Brutto-72er-Runde (Even Par) auf dem anspruchsvollen Platz in Breitenloo.
Mit einem Gesamtscore von -6 sicherte sich Niederberger verdient den Titel des Edelweiss Cup Siegers 2026.
Lucas Gericke hält lange dagegen
Lucas Gericke verteidigte seine Führung lange Zeit mit grosser Ruhe. Nach der Traumrunde am Samstag gelang ihm am Sonntag nochmals eine Even-Par-Netto-Runde – für viele Turniere wäre das mehr als genug gewesen.
Doch gegen die Ausnahmeleistung Niederbergers war an diesem Wochenende kein Kraut gewachsen. Gericke durfte sich dennoch über einen hochverdienten zweiten Platz freuen.
Michelle Beeler bestätigt ihre starke Form
Konstanz ist im Golf oft mehr wert als einzelne Glanzmomente.
Michelle Beeler bewies genau das. Bereits nach Tag eins lag sie auf Rang zwei und verteidigte ihre Spitzenposition auch am Finaltag eindrucksvoll. Am Ende durfte sie sich über den dritten Gesamtrang freuen – eine Leistung, die sie über beide Tage mit solidem Golf verdiente.
Schläge, über die man noch lange spricht
Jedes grosse Turnier lebt von besonderen Momenten.
Davon gab es 2026 gleich mehrere.
Im Golfclub Schloss Langenstein sorgte Alex Früh für den Schlag des ersten Tages. Auf Loch 14 lochte er seinen Ball aus rund 105 Metern direkt zum Eagle ein – ein spektakulärer Hole-out, wie man ihn selbst bei Profis nicht jede Woche sieht.
Am Sonntag antwortete Filip Meier mit einem Highlight seinerseits. Auf Loch 12 in Breitenloo gelang ihm ebenfalls ein Eagle, das zu den schönsten Momenten der Finalrunde gehörte.
Licht und Schatten
Nicht jeder Turnierverlauf ist gradlinig.
Simon Knak überzeugte am Samstag mit einer starken Even-Netto-Runde und brachte sich damit in eine gute Ausgangslage. Am Finaltag wollte jedoch kaum noch etwas gelingen. Mit +13 Netto fiel er im Klassement zurück – ein Beispiel dafür, wie unterschiedlich sich zwei Golftage entwickeln können.
Mehr als nur ein Golfturnier
Der Edelweiss Cup 2026 war mehr als eine Rangliste.
Er war geprägt von aussergewöhnlichen Schlägen, spannenden Führungswechseln und einer Finalrunde, die bis zuletzt offen blieb. Vor allem aber zeigte das Wochenende, wie sich der Edelweiss Cup weiterentwickelt hat: von einem Freundschaftsturnier hin zu einem Anlass mit eigener Identität, Wiedererkennungswert und sportlichem Anspruch.
Am Ende stemmte Andrin Niederberger den Pokal in die Höhe. Doch Gewinner war auch das Turnier selbst – das mit seiner zweiten Austragung endgültig bewiesen hat, dass der Edelweiss Cup gekommen ist, um zu bleiben.