Von aussen betrachtet gehört Simon Gautschi auch in diesem Jahr zu den Spielern, die an einem guten Wochenende ganz vorne mitspielen können. Er selbst sieht das deutlich kritischer.
Kurz vor dem Edelweiss Cup bewertet der Breitenloo-Spieler seine Form gerade einmal mit «4 von 10».
«Aber wir wissen alle, dass Golf ein sehr tagesabhängiger Sport ist. Man kann jederzeit plötzlich wieder einige gute Runden spielen – und schon ist die Form wieder da. Darauf hoffe ich natürlich.»
Diese Hoffnung versucht Gautschi bis zum ersten Abschlag mit harter Arbeit zu untermauern. In den verbleibenden Tagen will er vor allem eines zurückgewinnen: das Vertrauen in sein eigenes Spiel.
«Ich möchte wieder mehr Konstanz in mein Spiel bringen, sodass ich auf dem ersten Tee vollstes Vertrauen in mein Game habe und mich mental bereit fühle, eine gute Runde zu spielen.»
Simon Gautschi in Bad Ragaz. (Bild: Privat)
Trotz Selbstzweifeln bleibt eines unverändert: Gautschi reist nicht an, um einfach mitzuspielen.
«Ich gehe immer mit dem Ziel an den Start, das Turnier zu gewinnen. In erster Linie möchte ich aber zwei konstante, gute Runden spielen. Zwei Runden in den 70ern würde ich sofort unterschreiben.»
Golf kennt keine Formgarantie. Manchmal genügt ein gelungener Abschlag oder ein versenkter Putt, um das Selbstvertrauen zurückzubringen.
Vielleicht beginnt Simon Gautschis Edelweiss Cup genau mit diesem einen Schlag.