Tournament Preview
Ein Rekordfeld jagt den Titel – doch wer setzt sich durch?
Nur noch wenige Tage, dann beginnt die zweite Austragung des Edelweiss Cups. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr wächst das Teilnehmerfeld von 13 auf 19 Spielerinnen und Spielern – so gross wie nie zuvor. Titelverteidiger, Routiniers, aufstrebende Talente und Neulinge sorgen für ein Feld, das ausgeglichener kaum sein könnte.
Im Mittelpunkt steht zunächst Jeanine Künzler. Die Titelverteidigerin reist mit viel Selbstvertrauen an und weiss, wie man einen Edelweiss Cup gewinnt. Ihre Konstanz und ihr starkes Putting machten bereits im vergangenen Jahr den Unterschied. Wer den Pokal gewinnen will, wird wohl an ihr vorbeimüssen.
Die Liste der Herausforderer ist jedoch lang. Nicolas Dold (+0.4) bringt das tiefste Handicap des Feldes mit und gilt dank seiner beeindruckenden Konstanz und präzisen Distanzkontrolle als einer der Topfavoriten. Ebenfalls zum engsten Favoritenkreis zählen Andrin Niederberger, dessen Länge und Putting jederzeit für eine tiefe Runde gut sind, sowie Filip Meier. Der Breitenloo-Spieler hat sein Kurzspiel in den vergangenen Monaten markant verbessert und gehört zu den formstärksten Spielern des Teilnehmerfelds.
Auch Kevin T. Acero überzeugt Woche für Woche mit konstantem Golf und präzisen Eisenschlägen. Alex Früh gehört seit Jahren zu den verlässlichsten Spielern im Golfclub Breitenloo und wird ebenfalls mit hohen Ambitionen an den Start gehen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt Simon Knak. Der ZSC-Lions-Stürmer verfügt über enorme Länge und scheint seine Form rechtzeitig gefunden zu haben. Bleibt er über beide Runden konstant, zählt auch er zum erweiterten Favoritenkreis. Gleichzeitig weiss jeder, dass zwischen einer überragenden Front Nine und einer schwierigen Back Nine manchmal nur wenige Schläge liegen.
Eine der grössten Unbekannten ist Colin Bolli. Der Neuling aus der Lenzerheide kennt im Teilnehmerfeld lediglich Alex Früh. Niemand weiss genau, wo er spielerisch einzuordnen ist – und genau das macht ihn zu einer der spannendsten Geschichten dieses Turniers.
Guido Künzle in Sempach (2025).
Und dann ist da noch Guido Künzle. Als Jahrgang 1964 ist er mit Abstand der älteste Spieler im Feld und gehört längst zum Inventar des Edelweiss Cups. Seine Erfahrung, seine Ruhe und seine Konstanz machen ihn jedes Jahr zu einem Gegner, den niemand unterschätzen sollte.
Doch Überraschungen gehören zum Golf dazu. Cloe Salzgeber verfügt trotz ihres Handicaps über beeindruckende Länge vom Tee und hat das Potenzial, den Favoriten an guten Tagen das Leben schwer zu machen. Gelingt es ihr, ihr Spiel über beide Runden konstant zu halten, könnte sie zu einer der positiven Überraschungen des Wochenendes werden.
Am Ende werden Handicap, Statistiken und Prognosen jedoch keine Rolle mehr spielen. Entscheidend ist, wer an diesem Wochenende die Nerven behält, seine Chancen nutzt und über 36 Löcher das konstanteste Golf zeigt.
19 Spielerinnen und Spieler. Zwei Golfclubs. Ein Champion.
Die Bühne ist bereit.